Der Rieden – ein See an der Ostsee

Geschrieben am 13. August 2008 in Allgemein von bruns || Keine Kommentare

Das Gebiet rund um den Rieden ist eine Idylle im Westen Kühlungsborns, welche auch als Geheimtipp angesehen werden kann. Das Areal umfasst mit den umliegenden Dünen, Wiesen und Brackwasserbereichen etwa 90 Hektar und wurde im Sommer 1993 offiziell zum Naturschutzgebiet erklärt, da der Rieden einer der letzten intakten Strandseen an der westlichen Ostseeküste darstellt. Neben den erholungssuchenden Urlaubern in Kühlungsborn ist dieser Ort äußerst interessant für die Biologen, denn die unregelmäßigen Wassereinbrüche durch die Ostsee bewirken hier Besonderheiten im Ökösystem. Flora und Fauna sind hier mit ständig wechselnden Bedingungen konfrontiert, so dass sich den Situationen immer wieder neu angepasst werden muss. Dies ruft natürlich auch die Ansiedlung besonders spezialisierter Arten mit Seltenheitswert hervor. Zum Beispiel: Sandregenpfeifer, Rotschenkel, Bartmeisen, Wechselkröten, aber auch seltene Küstenpflanzen wie die Stranddistel, Salzbinse, Meerkohl und der Stranddreizack. Vor seiner Auszeichnung als Naturschutzgebiet wurde der Rieden bei Kühlungsborn durch Fischer und Bauern, aber auch vom Militär genutzt. Erst nach einer Sturmflut im Jahr 1995 wurde der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt indem man den einst zugeschütteten Deichabschnitt öffnete. Besuchen Sie Kühlungsborn und machen Sie einen Abstecher an diesen etwa 600 m langen Strandabschnitt entlang dem Rieden – es erwartet Sie Natur pur!

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